Bei der
Schneekatastrophe im Februar 1979 wurden mehrere Hilfeleistungen
getätigt. Allen wohl noch in Erinnerung ist der Einsatz am 16.02.79
bei unserem Mitglied Giesbert Schoneboom. Schwere Schneelasten hatten
das Dach des Stallgebäudes eingedrückt.
Am 3. November 1979
mussten durch Wohnortwechsel Gerhard und Peter Zeisberg ihre Ämter
zur Verfügung stellen.
Auf einstimmigen
Beschluss wurde Kamerad Andreas Müller zum Stell-vertreter des
Ortsbrandmeisters gewählt. Kamerad Heinrich Maas wurde zum
Jugendwart ernannt.
Am 15.03.80 beging
die Jugendfeuerwehr vor geladenen Gästen ihr zehnjähriges Bestehen.
Aus gesundheitlichen Gründen trat am 07.05.82 Kamerad Harm Ulferts
nach 17jähriger Tätigkeit als Ortsbrandmeister zurück. Er hat in
dieser Zeit die Geschicke unserer Wehr in vorbildlicher Weise
geleitet. Zur gleichen Zeit trat Kamerad Heinrich Maas aus der Wehr
aus, so musste auch die Stelle des Jugendwartes neu besetzt werden.
Kamerad Harm Ulferts
konnte als neuer Jugendwart gewonnen werden und hat die Jugendgruppe
auf einen vorbildlichen Ausbildungsstand gebracht.
Als neuer Wehrführer
wurde am 21. Juni 1982 Kamerad Andreas Müller gewählt. Zu seinem
Stellvertreter wählten die Kameraden den Kameraden Hans-Gerd Müller.
Der Mitgliederstand
ist folgender: 23 aktive Kameraden, 3 Alterskameraden, 36 passive
Mitglieder, 14 Kameraden der Jugendgruppe, 1 Ehrenmitglied
Das Ortskommando
1982 setzt sich wie folgt zusammen:
Ortsbrandmeister Andreas
Müller
Stellv.
Ortsbrandmeister Hans-Gerd Müller
Gruppenführer Gerhard
Zeisberg
Gerätewart Andreas
Eilers
Kassenwart Bernhard
Kappher
Schriftführer Heinrich
Wienbeuker
Zeugwart Heinrich
Dirks
Sicherheitsbeauftragter Gerhard
Zeisberg
Pressewart
Heinrich Wienbeuker
Jugendwart
Harm Ulferts
Stellv. Jugendwart
Hans-Gerd Müller
An der
Jubiläumsveranstaltung zum 50jährigen Bestehen unserer Wehr am
15.09.1984 nahmen etwa 100 geladene Gäste teil. Als Gäste konnten
besonders die Funktionsträger überordneter Dienststellen sowie
Vertreter befreundeter Vereine und Abordnungen unserer Nachbarwehren
begrüßt werden.
In allen Ansprachen
wurde immer wieder die gute Kameradschaft und der hohe
Ausbildungsstand unserer Wehr herausgestellt. In der Ansprache von
Bürgermeister Bernhard Kappher fand ein Satz besondere Beachtung,
als er unter anderem sagte, dass die
Feuerwehren im Gemeindegebiet ein wesentlicher Faktor des
„kommunalen Zusammenlebens“ seien und über den Brandschutz
hinaus viele wertvolle gesellschaftspolitische Aufgaben erfüllten.
Am folgenden Tag,
16.09.84, wurde eine Einsatzübung aller 7 Ortsfeuerwehren unserer
Gemeinde durchgeführt. Eine Vorführung einer alten Handdruckspritze
fand viel Beachtung. An dem anschließenden Umzug beteiligten sich
mehrere hundert Teilnehmer. Abends ließ man dann das Jubiläumsfest
feucht-fröhlich ausklingen.
Eine Besonderheit
des Jahres 1984 darf nicht unerwähnt bleiben. Seit Menschengedenken
konnte erstmals in unserem Dorf aus Platzmangel kein Osterfeuer
abgebrannt werden. Hoffentlich ein einmaliger Vorgang. Als Ersatz
wurde dann am Ostersonntag ein Eierwerfen veranstaltet.
Auch für das Jahr
1985 wie in den folgenden Jahren kann von vielen Aktivitäten
berichtet werden. Altennachmittag, Osterfeuer, Maibaum,
Kameradschaftsabend, 4-Tage-Fahrt, Radtour, 60 Dienststunden im
dienst-lichen Bereich absolviert, an Übungen und Wettbewerben
teilgenommen usw. Die Funktionsträger wurden in ihren Ämtern
bestätigt. Die heute noch recht aktiv tätige Frauengruppe wurde im
Januar gegründet. Bei einer Wahl zum Gemeindejugendfeuerwehrwart
konnte Kamerad Harm Ulferts die meisten Stimmen auf sich vereinigen.
Bei den Wahlen in den Jahreshauptversammlungen wurden die
vorgeschlagenen Kameraden im gesamten Berichtszeitraum immer
einstimmig von den anwesenden Kameraden gewählt, ein Zeichen von
Einigkeit und guter Kameradschaft. In einer Monatsversammlung am
04.03.86 wurde erstmals ein Plan eines Architektenbüros über den
Umbau unseres Feuerwehrhauses vorgestellt. In einer Ratssitzung wurde
beschlossen, die Baugenehmigung zu beantragen.
Aber es gibt auch
etwas Negatives aus diesem Jahr zu berichten. Bei den
Gemeindeausscheidungswettkämpfen im Ortsteil Suurhusen konnte nur
der 6. Platz bei 7 teilnehmenden Wehren erreicht werden. Wenn auch
nicht alles nach Wunsch verlaufen sei, so verurteilte der Wehrführer
in scharfen Worten eine Diskussion über die schlechte Platzierung
vor aller Öffentlichkeit. Eine Kameradschaft zeige sich nicht nur
bei einem Sieg, sondern erst recht bei einer Niederlage.
Wie in den Vorjahren
wurden auch 1987 die anstehenden Aufgaben durchgeführt. Ein
Höhepunkt dieses Jahres war der Baubeginn für den Umbau
(Aufstockung) unseres Feuerwehrhauses am 31.10.1987.
In den Wintermonaten
des Jahres 1988 standen die Umbauarbeiten im Mittelpunkt. Da der
Winter ungewöhnlich mild war, konnten die Arbeiten ohne
Verzögerungen durchgeführt werden. Nach Ableistung von insgesamt
4923 freiwilligen Arbeitsstunden mit einem Kostenaufwand von 102000
DM konnten am 20. August 1988 die neuen Räumlichkeiten ihrer
Bestimmung übergeben werden.
Das
Feuerwehrhaus 2009
Bei einem normalen
Verlauf des Dienstgeschehens ist für 1989 ein Brand am 28. Oktober
im Anwesen des Landwirts Scholz zu vermelden. Hier waren mehrere
Einsatzkräfte zwei Tage lang im Einsatz.
1990, wie in den
vorhergegangenen wie nachfolgenden Jahren konnten durch Neuaufnahmen
oder durch Übertritt von der Jugendfeuerwehr in die Hauptwehr die
vorgeschriebenen Zahlen aktiver Mitglieder gehalten werden. Das
Durchschnittsalter aktiver Kameraden kann Dank der Jugendfeuerwehr
als niedrig bezeichnet werden.
Kamerad Harm Ulferts
trat aus gesundheitlichen Gründen als Jugendfeuer-wehrwart zurück.
Seine Verdienste in der Jugendfeuerwehr wurden in Ansprachen und
durch Überreichen von Ehrengaben gebührend gedacht.
Die
Jugendfeuerwehr 1990 mit den Jugendwarten Harm Ulferts und Hans-Gerd
Müller
Zu seinem Nachfolger
wurde Kamerad Hans-Gerd Müller gewählt, der als Stellvertreter des
Ortsbrandmeisters zurücktrat. In diese Funktion wurde Karl-Heinz
Berends gewählt. Die Jugendarbeit wurde von Hans-Gerd Müller
erfolgreich fortgesetzt. In den 80er und 90er Jahren war die
Jugend-feuerwehr Osterhusen neun Mal in Folge Sieger des
Kreisausscheides. Ein Zeichen vom hohen Ausbildungsstand dieser
Gruppe. Aber auch die Schnelligkeitsgruppe der Hauptwehr konnte bei
Wettkämpfen oft vordere Plätze belegen.
Die
Wettkampfgruppe bei einer Schnelligkeitsübung 1990 in Hinte
Die Wichtigkeit
intensiver Übungstätigkeit lernt die Truppe dann auch im
Einsatzfall zu schätzen.
1991 musste in
unserem Ortsteil erneut ein Brandeinsatz gefahren werden. Am 7. Juli
brannte beim Anwesen des Landwirts Scholz ein Holzschuppen.
Der Mitgliederstand
1994 ist folgender: 25 aktive Kameraden, 11 Alters-kameraden, 15
Kameraden der Jugendgruppe, 43 passive Mitglieder, 1 Ehrenmitglied
Das Ortskommando
1994 setzt sich wie folgt zusammen:
Ortsbrandmeister Andreas
Müller
Stellv.
Ortsbrandmeister Karl-Heinz Berends
Kassenwart Bernhard
Kappher
Schriftführer Hans-Günter
Schoneboom
Jugendwart Hans-Gerd
Müller
Stellv.
Jugendwart Thorsten Klaassen
Gerätewart Frank
Lemke
Sicherheitsbeauftragter Enno
Saueressig
Im Septemer 1994
konnte unsere Wehr das 60jährige Bestehen feiern. Im Feuerwehrhaus
wurde aus diesem Anlass eine kleine Feier durchgeführt, woran viele
Kameraden mit ihren Frauen teilnahmen.
Im März 1995 wurde
die alte Tragkraftspritze ausgemustert. Die Motorhalterung war
abgerissen. Somit durfte die TS nicht mehr betrieben werden. Ersatz
musste her. Am 23. Juni 1995 war es soweit. Es wurde eine neue TS 8/8
übergeben. Die offizielle Übergabe fand aber erst am 25. Juli um
18.00 Uhr statt. Viele Kameraden und der Gemeindebrandmeister Hinrich
Ackmann waren dabei.
Im Jahre 1996
erhielt unsere Wehr 2 neue Funkmeldeempfänger. Im April 1996 wurde
der Beschluss gefasst, den großen Versammlungsraum zu renovieren.
Die Wände sollten teilweise vertäfelt werden. Im Februar 1997
wurden die Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt. Auch die Decke
bekam eine neue Vertäfelung.
Dann bekam unsere
Wehr die erfreuliche Nachricht, dass ein neues Fahrzeug angeschafft
werden kann. Man entschied sich für einen VW LT35 mit Aufbau. Das
Fahrzeug bietet Platz für eine Staffelbesatzung und die
feuerwehr-technische Beladung für eine Löschgruppe.
Der Wagen musste von
der Wehrführung persönlich aus dem branden-burgischen Luckenwalde
abgeholt werden. Diese Aufgabe haben die Kameraden Karl-Heinz Berends
und Stefan Schoneboom übernommen.
Im Juli 1997 hat es
einen Führungswechsel gegeben. Der bisherige Ortsbrand-meister
Andreas Müller wurde von seinem Stellvertreter Karl-Heinz Berends
abgelöst. Stellvertretender Ortsbrandmeister wurde der Kamerad
Stefan Schoneboom.
So konnte die neue
Führung gleich mit einem neuen Fahr-zeug anfangen.
Gemeindebrandmeister
Hinrich Ackmann ernennt Karl-Heinz Berends 1997 zum Ortsbrandmeister
.
Bei dem jährlichen
Gemeindeausscheid stand unsere Wehr immer gut da. So kam den
Kameraden die Idee, es auch mal auf Kreisebene zu versuchen. Ein
Jahr später, 1998, war es soweit. Eine Gruppe nahm am
Kreisausscheid in Tannenhausen teil und qualifizierte sich mit dem
1. Platz für den Bezirksausscheid in Harpstedt im September. In
Harpstedt belegte unsere Wehr Platz 10 von 35 Gruppen. Das war ein
großer Erfolg. Das hat gezeigt, dass unsere Wehr einen guten
Ausbildungsstand hat.
In der
Jahreshauptversammlung am 29.01.99 trat der langjährige Jugendwart
Hans-Gerd Müller von seinem Posten zurück. Nachfolger wurden
Thomas Hallwaß, Michael Redenius und Stefan Schoneboom.
Im September 1999
hat unsere Wehr am Kreisausscheid in Suurhusen teilgenommen und sich
für den Bezirksausscheid in Lingen qualifiziert. Ein Jahr später,
im September 2000, fuhren die Kameraden dort hin. Wir konnten uns
aber nicht qualifizieren, denn wir landeten im Mittelfeld. Im Jahre
2000 wurde ein neues Bauvorhaben geplant. Eine neue Garage sollte
gebaut werden. Gemeindebrandmeister Hinrich Ackmann sprach sich
dagegen aus, weil andere Wehren Vorrang hatten. Es gab Wichtigeres,
so der Gemeindebrandmeister. Schließlich wurde verzichtet, unter
der Bedingung, 2 neue Atemschutzgeräte zu erhalten. Diese Geräte
haben wir auch bekommen. Im Dezember 2000 wurden wieder
Renovierungsarbeiten durchgeführt. Der Flur im Eingangsbereich
wurde neu vertäfelt. Es wurden Einsatzpläne erstellt, unter
anderem für die alte Ziegelei.
Im Jahre 2001
wurden zwei Brandeinsätze gefahren. In Groß-Midlum brannte eine
Scheune ab. Im Dezember war ein Einsatz beim Landwirt Scholz an der
Osterhuser Straße. Alle Wehren im Gemeindegebiet wurden mit neuen
Jacken ausgestattet.
Im September 2002
bauten die Kameraden einen Geräteschuppen aus Holz ans Feuerwehrhaus
an. Die Beteiligung war gut. Im April 2003 wurden neue Handschuhe
angeschafft. Dann stand die Neuwahl des Ortsbrandmeisters bevor.
Kamerad Karl-Heinz Berends wurde am 3. Mai 2003 wiedergewählt. Im
Jahre 2003 mussten fünf Brandeinsätze gefahren werden. Es gab zwei
Hilfeleistungen.
Beim Kreisausscheid
am 4. April 2004 haben sich die Kameraden für den Bezirksausscheid
in Ohne (Grafschaft Bentheim) qualifiziert.
Im September 2004
konnte unsere Wehr ihr 70jähriges Bestehen feiern. Die Feierstunde
wurde am 6. November 2004 im Feuerwehrhaus durchgeführt. Es wurde
ein Rückblick auf die vergangenen 70 Jahre gehalten. Heinrich
Wienbeuker berichtete in beeindruckender Weise aus vergangenen
Feuerwehrtagen.
Angesichts der neuen
technischen Herausforderungen konnte festgestellt werden, dass die
Wehr Osterhusen über einen ausgezeichneten Ausbildungsstand und
eine hervorragende Kameradschaft verfügt.
Im Jahre 2005 wurde
unsere Wehr mit zwei Handsprechfunkgeräten ausgestattet. Wir planten
die Gründung einer Bambinogruppe für Kinder bis zu 10 Jahren, um
mehr Nachwuchs in die Jugendfeuerwehr zu bekommen. Am 27.08.05 haben
wir einen Kindernachmittag veranstaltet. Neun Kinder haben sich für
die Bambinogruppe gemeldet. Es wurde erst mal auf Probe mit ihnen
zusammengearbeitet. Am 20. Mai 2006 wurde die Bambinogruppe
„Osterhuser Löschkids“ offiziell gegründet. An der Feier haben
auch die Eltern teilgenommen. Betreuer wurde der Kamerad Hans-Gerd
Müller.
Die
Löschkids 2009 mit den Betreuern Hans-Gerd Müller und Thomas
Radomski
Da unsere
Tragkraftspritze ständig kaputt war, wurde über die Anschaffung
einer neuen nachgedacht.
Anfang des Jahres
2008 trat der stellvertretende Ortsbrandmeister Stefan Schoneboom aus
beruflichen Gründen von seinem Amt zurück und machte den Weg für
Torsten Klaassen frei, der in der Jahreshauptversammlung 2008 gewählt
wurde. Ortsbrandmeister Karl-Heinz Berends wurde für weitere sechs
Jahre in seinem Amt bestätigt.
Im selben Jahr
bekamen wir eine neue TS. Der neuen EN-Norm entsprechend handelt es
sich hierbei um eine portable Feuerlöschkreiselpumpe mit Normaldruck
(PFPN, bis 20 bar) mit einem Nennförderstrom von 1000 l/min und
einem Nennförderdruck von 10 bar.
Iveco
Magirus PFPN 10/1000
Die alte Pumpe wurde
der polnischen Partnergemeinde Leka Opatowska geschenkt. Sie leistet
gemeinsam mit dem alten TSF-Fahrzeug der Ortsfeuer-wehr Groß-Midlum
im polnischen Ort Rakow ihren Dienst.
In den letzten
Jahren hat es viele Veranstaltungen gegeben. Es wurde in jedem Jahr
ein Dorffest für jung und alt organisiert. Viele Kameraden haben mit
Erfolg an Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teilgenommen. Die
Ortsfeuerwehr Osterhusen betreibt eine aktive Kinder- und
Jugendarbeit und sollte damit für die Zukunft gut aufgestellt sein.
Alterskameraden
im Jahre 2009
(Andreas
Müller, Hermann Ukena, Daniel van Gerpen, Heinrich Wienbeuker, Jacob
Roelfs)
Der Mitgliederstand
2009: 27 aktive Kameraden, 11 Alterskameraden, 14 Kameraden der
Jugendgruppe, 8 Löschkids, 32 passive Mitglieder
Das Ortskommando
2009 setzt sich wie folgt zusammen:
Ortsbrandmeister Karl-Heinz
Berends
Stellv.
Ortsbrandmeister Torsten Klaassen
Kassenwart Hermann
Ukena
Schriftführer Hans-Günter
Schoneboom
Jugendwart Detlef
Schulte
Stellv.
Jugendwart Stefan Bandy, Stefan Müller
Gerätewart Jonny
Buß
Sicherheitsbeauftragter Hermann
Ukena, Frank Schoneboom
Unser
Wahlspruch möge auch für die Zukunft heißen:
Einer
für alle – Alle für einenGott
zur Ehr – dem Nächsten zur WehrHoch
lebe die „Osterhuser Feuerwehr“
Die
Freiwillige Feuerwehr Osterhusen 2009
Wir
gedenken in Treue und Dankbarkeit unserer verstorbenen Kameraden.
Ihre
Arbeit und Ihr Werk sind für uns Verpflichtung.