Startseite
Das Ortskommando
Geschichte Teil 1
Geschichte Teil 2
Jugendfeuerwehr
Löschkids
FFO Feuerwehrlied
Mitglied werden
Gästebuch
Neuigkeiten & Berichte
Showroom/Galerie
Laune, Links , Loads
 


Die Freiwillige Feuerwehr Osterhusen wurde am 13.09.1934 in der Gastwirtschaft Janssen gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: Dirk Müller, Klaas Berends, Dirk Tapper, Tönjes Betten, Ernst Ulferts und Siebo Boomgaarden, der als Wehrführer wurde gewählt wurde. Siebo Boomgaarden war schon seit dem 09.08.1921 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hinte.

In den folgenden Jahren konnte man eine stete Aufwärtsentwicklung feststellen. Zu Anfang war die Wehr nur mit einer Handdruckspritze ausgerüstet, die im Volksmund auch „Botterkarn“ genannt wurde.

Bei Einsätzen und auch Übungen musste das Gerät erst aus dem Gulf von Mente Uilderks hervorgeholt werden. Bei schlechtem Wetter fand der Exzerzierdienst, der in dieser Zeit hoch im Kurs stand, in der Scheune von Uilderks statt. Leider fehlen für die nachfolgende Zeit genaue Aufzeichnungen, weil während des Krieges das Protokollbuch lückenhaft geführt wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Osterhusen hatte während des Krieges mehrere Einsätze in der Stadt Emden und kam so in den Besitz einer modernen Motorspritze.

Nach dem Krieg wurde die Ausrüstung verbessert und auf den neuesten Stand gebracht. August 1949 konnte die Wehr erstmals ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Bei einem Wettbewerb auf Verbandsebene auf dem Sportplatz in Hinte konnte der 1. Platz belegt werden. Die Unterbringung von Gerät und Ausrüstung stieß weiter auf große Schwierigkeiten. So war nach langem Bemühen der 12. November 1950 ein großer Tag. In Anwesenheit von Kreisbrandmeister Meyer aus Norden,  Unterkreisführer Schröder aus Pewsum, dem Verbandsvorsitzenden Harken aus Westerhusen, Bürgermeister Stomberg und vielen Einwohnern unserer Ortschaft, wurde ein neues Gerätehaus eingeweiht.

Die Wehr war stolz auf ihren Neubau, wenn auch, wie im Protokoll vermerkt, die Lichtanlage und die Dachrinnen fehlten. An Uniformen fehlte es in dieser Zeit gänzlich, nur der Wehrführer war im Besitz einer Uniformjacke. Bei Beerdigungen wurden Uniformröcke von der Nachbarwehr Hinte geliehen. Kamerad Imko Mülle bekleidete in dieser Zeit die Funktionen des Stellvertreters, des Kassenwartes und des Schriftführers, was nach Meinung einiger Kameraden eine nicht zulässige Ämteranhäufung war. So wurde auf einstimmigen Beschluss am 07.03.1952 ein neuer Vorstand gewählt: Wehrführer Siebo Boomgaarden, Stellvertreter Imko Müller, Schriftführer Heinrich Wienbeuker, Kassenwart Bernhard Kappher, Maschinist und Gerätewart Harm Müller. Statuten wurden ausgearbeitet und von jedem Kameraden unterschrieben.

Ein Schmunzeln bei allen Anwesenden wurde bei einer Neuaufnahme festgestellt, wenn der Wehrführer immer denselben Vers verlas, welcher folgenden Wortlaut hatte:

„Bist du gewillt, in Sturm und Nebel, wenn der Alarmruf ertönt, diesem Ruf zu folgen? Dann antworte mit ja!“

Ertönte dann ein lautes „Ja“, wurde durch Handschlag versichert: Hiermit bist du in die Freiwillige Feuerwehr Osterhusen aufgenommen. Im selben Atemzug wurde vom Wehrführer festgestellt: „De annern hebben immer Buddel ut jäven.“ Dann ertönte von allen immer bis in die heutige Zeit das Lied „Hoch vom Turm die Glocke schallt“. 

1952 hatte die Wehr 28 aktive Kameraden. Der Aufwärtstrend hielt an. Vom Verband wurde ein Motorwagen zur Verfügung gestellt. So nach und nach konnten alle Kameraden eingekleidet werden. Die Kasse war das Sorgenkind, sie steckte laufend in den roten Zahlen, eine Erhöhung der Monatsbeiträge fand keine Zustimmung. Erst 1952 konnte der Kassenwart in seinem Bericht einen Überschuss von DM 2,50 bekannt geben. Am 6. November 1954 wurde der Kamerad Harm Müller zum Stellvertreter des Ortsbrandmeisters ernannt, weil der vorherige Stelleninhaber einen Wohnortwechsel vornahm.

Brandeinsätze brauchten in den Jahren nicht viele gefahren zu werden. Monatsversammlungen und Übungen fanden regelmäßig statt. An diesen Abenden wurden alle offenen Fragen behandelt und wie es im Protokollbuch heißt, die Kameradschaft in geselliger Weise gepflegt. 1956 wurde eine neue Motorspritze angeschafft, weil die alte, aus dem 2. Weltkrieg stammende, abgängig war.Das neue, 1950 eingeweihte Spritzenhaus, erwies sich im Laufe der Zeit als zu klein. Ein Anbau war aber wegen der schlechten Finanzlage des Verbandes als nicht realisierbar anzusehen.

Am 23. März 1957 wurde der Wehrführer Siebo Boomgaarden nach Erreichen des 65. Lebensjahres in die Altersabteilung versetzt. Kamerad Boomgaarden sorgte dafür, dass während des 2. Weltkrieges und in der turbulenten Nachkriegszeit in Osterhusen die Feuerwehr bestehen blieb. In einer Feierstunde, an der auch der Kreisbrandmeister sowie Bürgermeister Stomberg teilnahmen, wurde auf Vorschlag des Bürgermeisters Kamerad Boomgaarden zum Ehrenhauptmann ernannt. Durch den Kreisbrandmeister wurde mit Wirkung vom 01.05.1957 Harm Müller als Ortsbrandmeister und Ernst Janssen als sein Stellvertreter eingesetzt. Bedingt durch einen Wohnortwechsel musste Kamerad Heinrich Wienbeuker seine Funktion niederlegen. Kamerad Herbert Zeisberg wurde am 29.09.1957 zu seinem Nachfolger gewählt.

Der Dienstbetrieb lief in den folgenden Jahren normal weiter. Nur das Gerät wie Motorwagen mit Anhänger, welche gebraucht gekauft wurden, war in einem schlechten Zu-stand und wurden vom Verband an privat verkauft. In den nächsten Jahren wurde auch die Motorspritze abgängig, das Schlauchmaterial be-fand sich in einem schlechten Zu-stand, die noch guten Schläuche wurden auf die Nachbarwehren auf-geteilt. In seinem Jahresbericht konnte der Schriftführer melden, dass der Verbandskasten, der neu aufgefüllt worden war, wohl im Augenblick als bestes Stück der Aus-rüstung bezeichnet werden konnte.

Auf einer Verbandssitzung verzichtete die Wehr Osterhusen für einige Jahre auf die Unterstützung des Verbandes, um dann endlich ver-nünftig und vollständig ausgerüstet zu werden. Dem Landwirt Frerichs wurde erlaubt, sein Privatfahrzeug im Spritzenhaus unterzubringen.
In dieser ausrüstungslosen Zeit sank auch die Mitgliederzahl auf 16 Kameraden. Diesen Kameraden ist es zu verdanken, dass es überhaupt noch eine Freiwillige  Feuerwehr  Osterhusen gibt. Da der Stellvertreter des Ortsbrandmeisters, Kamerad Ernst Janssen, nach Hinte verzog, wurde am 12.12.1958 Kamerad Harm Ulferts zu seinem Nachfolger gewählt.

Eine Eintragung aus heutiger Sicht scheint interessant zu sein. Im Februar 1959 wurde von einigen Kameraden Klage geführt, dass der Unkostenbeitrag von DM 2,50 für freien Verzehr bei einem Kameradschaftsabend zu hoch sei. Nach langer Diskussion einigte man sich auf DM 1,25 pro Person und einen Zuschuss aus der Kasse von DM 50,00. Hierdurch rutschte die Kasse sicher wieder in die roten Zahlen. Als größter Einsatz wird die Teilnahme bei der Flutkatastrophe am 16. und 17.02.62 am Deich in Pilsum verzeichnet. Hier nahmen bald alle Kameraden teil und wurden später mit einer Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Nach achtjähriger Tätigkeit als Ortsbrandmeister stellte Kamerad Harm Müller diesen Posten wegen eines Wohnortwechsels zur Verfügung. Kamerad Müller hat in diesen acht Jahren unsere Wehr umsichtig und vorsichtig geführt. Die Wahl eines Wehrführers erwies sich als schwierig, weil sich kein Kamerad zur Verfügung stellte. Es wurde die Kameradschaft hervorgehoben, von einer Pflichtfeuerwehr wurde gesprochen oder von einer Eingliederung in die Wehr Hinte. Nach diesen Ermahnungen stellte sich Kamerad Manfred Burlefinger zur Verfügung und wurde erst kommissarisch, dann im Januar 1965 nach Absolvierung der vorgeschriebenen Lehrgänge als Ortsbrandmeister einge-setzt. In derselben Versammlung wurde Kamerad Harm Müller zum Schrift-führer gewählt, weil der vorige nach Emden verzog. Wegen fehlender Ausrüstung wurde das Gerätehaus an den Bauern Petersen für eine Monatsmiete von DM 15,00 vermietet. Nach nur fünf Monaten gab der Ortsbrandmeister Burlefinger sein Amt schon wieder ab, weil er nach Emden verzog. Durch den Unterkreisführer Sparenborg wurde auf Vorschlag der gesamten Wehr Kamerad Harm Ulferts am 03.06.1965 kommissarisch und am 13.08.65 als Ortsbrandmeister eingesetzt. Kamerad Hermann Berends wurde als Stellvertreter des Ortsbrandmeisters gewählt.

Die lang ersehnte Ausrüstung der Wehr konnte 1965 entgegengenommen werden. Sparenborg bedankte sich bei der Übergabe bei den Kameraden für ihre vorbildliche Kameradschaft und Treue, die sie während der ausrüstungslosen Zeit gegenüber der Öffentlichkeit und dem Verband gezeigt hätten. Sofort wurde der Übungsdienst wieder aufgenommen. Die Mitgliederzahl stieg auf 24 Kameraden und die Aufnahmen der ersten passiven Mitglieder konnte verzeichnet werden.
Sofort musste die neu ausgerüstete Wehr ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Am 6. Februar brannte die Gastwirtschaft und somit unser Vereinslokal bis auf die Grundmauern nieder. Am 24. September wurde die Wehr zu einem Großbrand nach Longewehr gerufen und zwei Tage später, am 26. September, nach Canhusen, wo ein Platzgebäude brannte. Am 9. Oktober war schon wieder Brandalarm. In unserem Ortsteil brannte der Hof von Giesbert Schoneboom. Hier waren wir 2 Tage im Einsatz.

Bis zum Wiederaufbau der Osterhuser Gastwirtschaft wurden die Versammlungen entweder in der Gaststätte Ukena in Hinte oder beim Kameraden Gerd Tapper im Hinterhaus abgehalten. Der theoretische Unterricht in den Wintermonaten fand im Feuerwehrhaus in Hinte statt. In all diesen Jahren wurden Beförderungen ausgesprochen, Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaft verliehen und bei Beerdigungen manchem Kameraden die letzte Ehre erwiesen. Die Wahlen wurden immer in Blockwahlen durchgeführt, somit war im Kommando keine Veränderung zu verzeichnen.

Heumessungen, Hydrantenpflege und eine aktive Ausbildung standen auf dem Dienstplan. Am 6. September 1969 wurde auf Initiative unserer Wehr in Osterhusen die erste Schnelligkeitsübung auf Verbandsebene nach den neuesten Bedingungen durchgeführt. Hier konnten wir den 3. Platz belegen. Bei einem Wettbewerb in Cirkwehrum belegten wir den 1. Platz und mussten am 5. September 1971 bei den Kreisausscheidungswettkämpfen in Osteel antreten. Hier errangen wir mit 433,5 Punkten die Kreismeisterschaft, ein stolzer Erfolg, der gebührend gefeiert wurde. In den folgenden Jahren wurden bei Schnelligkeitswettbewerben immer gute Plätze belegt, was unsere reichhaltige Pokalsammlung veranschaulicht.

Am 01.12.1969 wurde Gerhard Zeisberg zum Jugendfeuerwehrwart gewählt. Es wurde mit dem Aufbau der Jugendgruppe begonnen.Nach jahrelangen Bemühungen gelang es, vom Landwirt Otto Behrends ein geeignetes Grundstück zu erwerben, um ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Die Kameraden verpflichteten sich, etwa 3600 Stunden in Eigenleistung am Bau zu arbeiten. Ein Bauausschuss wurde gegründet mit Bernhard Kappher als Bauleiter. Harm Ulferts als Einsatzleiter und Gerhard Zeisberg als Polier. Als die Baugenehmigung erteilt war, wurde am 08.04.72 um 7.00 Uhr der erste Spatenstich vollzogen. In der Folgezeit gingen die Arbeiten zügig voran, die Kameraden hielten ihr Versprechen mit den freiwillig abgeleisteten Stunden. Am 30.09.72 fand die offizielle Einweihung statt. Mehr als 100 Personen nahmen hieran teil. Vertreter der Kreisverwaltung, der Samtgemeinde, der Brandkasse, der Kreisbrandmeister, Unterkreisführer, der Bürgermeister, der Rat der Gemeinde, sämtliche Wehrführer der Samtgemeinde und nicht zuletzt die am Bau beteiligten Kameraden. Kernpunkt aller Ansprachen war, dass die Freiwillige Feuerwehr Osterhusen sich und der Allgemeinheit eine Stätte der Begegnung geschaffen hat. Hier hat sich gezeigt, dass Kameradschaft nicht nur leere Worte sind, sondern, dass man damit auch etwas vollbringen kann. Eine Aufforderung des Bürgermeisters, das Haus mit Leben zu erfüllen, wurde bis auf den heutigen Tag reichlich befolgt.

Durch den Neubau stieg auch der Mitgliederstand. Mit 29 aktiven Kameraden war es der höchste Stand seit Bestehen der Wehr. Als am 15. Juli 1973 im Beisein von Vertretern des Rates ein neues TSF 8/8-Fahrzeug übergeben wurde, war die Wehr zur Freude aller nun vollständig ausgerüstet. 
Als am 02.09.1974 Kamerad Hermann Berends als Stellvertreter des Ortsbrandmeisters zurücktrat, wurde zunächst Ewald Heinks, am 13.11.1975 aber Kamerad Gerhard Zeisberg zu seinem Nachfolger ernannt. Gerhard Zeisberg wurde auch zum Jugendwart gewählt. Die Jugendgruppe hatte 16 Mitglieder. Sie konnte sich bei Wettbewerben immer gut behaupten. Die Brandeinsätze ließen zum Glück nach, so dass vermehrt an Übungen und Schnelligkeitswettbewerben teilgenommen wurde.

Geschichte Teil 2

 
Top